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Wie moderne Krankenhäuser im laufenden Betrieb nachhaltig auf neue Energiezentralen umgestellt werden können

Ein Beispiel aus der Praxis: Die APESS Studie für das ISAR Klinikum München.

Warum Energieprojekte in Krankenhäusern so anspruchsvoll sind

Krankenhäuser zählen zu den komplexesten Gebäuden im Energiemanagement. Sie müssen rund um die Uhr funktionieren – ohne Ausnahme und ohne Ausfallszeiten. Gleichzeitig stehen sie heute unter dem Druck, Betriebskosten zu senken, klimaneutral zu werden und gleichzeitig höchste Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

 

Typische Herausforderungen und Pain Points:
• Veraltete Infrastruktur: Viele Krankenhäuser arbeiten mit über Jahrzehnte gewachsenen, heterogenen Insellösungen – ineffizient und schwer wartbar.
• Hohe Redundanzanforderungen: Nichts darf ausfallen. Jede Modernisierung muss parallel zum laufenden Betrieb funktionieren.
• Begrenzte interne Expertise: Technische Energiestandards ändern sich rasant. Facility-Teams können die Komplexität oft nicht alleine stemmen.
• Eingeschränkte Umbauoptionen: Bereiche lassen sich nicht einfach sperren – der Betrieb muss immer weiterlaufen.
• Hohe Energiebedarfe: Große Luftmengen, Hygieneanforderungen und ein 24/7 Betrieb führen zu enormen Kosten.

Best Practice
Die APESS Studie für das ISAR Klinikum München

Um Einsparpotenziale zu identifizieren, beauftragte das Klinikum Energieberater Waldemar Brauer (BESS Consulting) mit einer umfassenden Analyse der energetischen Ist Situation. Schnell war klar: Für die Modernisierung brauchte es ein ganzheitliches Konzept – und damit kam APESS ins Spiel.

Keine fossilen Brennstoffe, stattdessen ein gesamtheitliches Wärmepumpenkonzept für maximale Effizienz, Nachhaltigkeit und moderate Betriebskosten.
Die Ausgangssituation – ein System am Limit

Die Analyse zeigte:

  • Die bestehende Energiezentrale war veraltet und musste ohnehin in den kommenden Jahren umfassend erneuert werden.
  • Die Rahmenbedingungen waren ideal:
    • Fernwärme sehr teuer,
    • Strom für Wärmepumpen günstig,
    • eine Kältemaschine musste ohnehin ersetzt werden.
  • Die Wärmerückgewinnung funktionierte nicht korrekt – was unnötig Energie verschwendete.

Damit ergab sich die Chance, nicht nur zu sanieren, sondern das gesamte System grundlegend zu optimieren.

Die APESS Lösung: Ein modularer, dreijähriger Umbau bei laufendem Betrieb

Das Ergebnis der Studie war ein umfangreiches, technisch durchdachtes und wirtschaftlich hochattraktives Modernisierungskonzept.

Wesentliche Bausteine der APESS Konzeption:

  • Umrüstung von Fernwärme auf Wärmepumpenbetrieb
    • Alle Bedarfe werden künftig durch modulare Wärmepumpen gedeckt.
    • Fernwärme bleibt als Spitzenlast Backup erhalten – wirtschaftlich und redundant.
  • Zentrale Wärmerückgewinnung statt teurem Umbau
    Viele der Alt Lüftungsanlagen sind in engen Dachböden verbaut. Eine Umrüstung auf Niedertemperaturniveau wäre aufwändig gewesen.
    APESS erspart diesen Umbau, da die Wärmerückgewinnung zentral erfolgt.
  • Intelligente Gesamtregelung und Monitoring
    • Ein übergeordneter Wärmepumpenmanager optimiert Erzeugung, Verteilung und Nutzung.
    • APESS Fernzugriff stellt sicher, dass das System dauerhaft korrekt arbeitet – ein wichtiger Punkt, da die bisherigen Rückgewinnungsanlagen nicht richtig funktionierten.
  • Umbau ohne Betriebsunterbrechung
Schritt für Schritt zu mehr Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und günstigen Betriebskosten.

Systemübersicht der Energiezentrale: Wärmepumpenverbund mit Fortluftnutzung, intelligenter Regelung und integrierter Verteilung.

Ein zentrales Versprechen:

Der Krankenhausbetrieb läuft während des gesamten dreijährigen Projekts ohne Unterbrechung weiter.
Das ist eine Leistung, die nur wenige Anbieter gewährleisten können – ein echter Benefit, den APESS bietet.

Die Modernisierung muss parallel zum laufenden Betrieb erfolgen – eine sehr wichtige Anforderung im Gesundheitsbereich.
Konkrete Ergebnisse und Kennzahlen

Die Herausforderung
Ein Flickenteppich an Einzellösungen und eine veraltete Technik sollten auf klimaneutralen Betrieb umgestellt werden – während der Klinikbetrieb weiterläuft.

Konkrete Ergebnisse und Kennzahlen


Die Herausforderung

Ein Flickenteppich an Einzellösungen und eine veraltete Technik sollten auf klimaneutralen Betrieb umgestellt werden – während der Klinikbetrieb weiterläuft.


Die Lösung von APESS

✔ Modularer Mehrphasenplan
✔ Umbau im laufenden Betrieb – ohne Unterbrechung
✔ Reduktion der Energiekosten um mehr als 50 %
✔ Erreichen der Nachhaltigkeitsziele des Klinikums

 

Projektkennzahlen im Überblick

  • Wärme- / Kälteleistung: > 1 MW
  • Umrüstung der gesamten Energiezentrale von Fernwärme auf Wärmepumpenbetrieb inkl. intelligenter Verteilung
  • Auftragsvolumen: 3,5 Mio. €
  • Amortisationszeit: < 5 Jahre
  • Modulare Wärmepumpen: optimal für Teillastbetrieb und Redundanz
  • Adaptierte Bestandsverteilung: fit für zukünftige Anforderungen

 

Fazit: Ein Modell, das auf viele Krankenhäuser übertragbar ist

Das Projekt zeigt: Mit einem maßgeschneiderten Konzept, tiefem Verständnis für Krankenhausbetrieb und modularen APESS Technologien lassen sich selbst große Energiezentralen während des laufenden Betriebs nachhaltig modernisieren.

 

Krankenhäuser profitieren dabei besonders:

  • von hohen Einsparpotenzialen,
  • von intelligenter Wärmerückgewinnung,
  • von modularen Plug & Play Systemen,
  • und vor allem von der Fähigkeit von APESS, komplexe Umbauten ohne Unterbrechung des Klinikbetriebs zu realisieren.